Gewindefahrwerk einstellen

  • Hallo zusammen


    Ich brauche Tips wie die Spezis hier ihre Gewindefahrwerke einstellen. Ich habe an meiner Perle die vorderen Gewindefederbeine ersetzt, seit da an stimmt nichts mehr...


    Es beginnt ja schon damit dass wenn man beide Federbeine auf die gleiche Höhe einstellt, also sprich das Restgewinde, das Fahrzeug unterschiedlich hoch ist. Natürlich sind die Radlasten unterschiedlich, aber sooooo unterschiedlich auch wieder nicht. Wenn man dann aber dss Fahrzeug optisch auf die gleiche Höhe stellt, stimmt das Fahrverhalten nicht.


    Das Fahrzeug zieht leicht nach rechts, Lenkgeo wurde schon mehrmals durchgeführt mit einem modernen Beissbarth Gerät. Alle Werte i.O., ausser Sturz vorne rechts ca. 50 min zu negativ. Den Achsträger kann ich aber nicht weiter einmitten, da er auf Anschlag ist!


    Als nächstes werde ich wohl die Löcher im Querlenker wo der Kugelbolzen montiert wird auf Längslöcher umbearbeiten, dann könnte ich den Sturz leicht verändern.


    Wie stellt ihr eure Fahrwerke ein? Nach Restgewinde überall identisch, egal wenns optisch schräg ist. Oder nach Höhe Radmitte zu Kotflügel bzw. Boden zu Kotflügel? Radlasteinstellung wäre dss nonplusultra, aber wohl to much!


    Kennt jemand eine Spezialisten für Fahrwerke in CH? Ich habe ehrlich gesagt weder die Zeit noch die Lust dazu mich weiter damit rumzuärgern...


    Danke für Infos.

  • sehr eigenartig...

    ich stelle (irgendwie logisch) radmitte-bördelkante ein damit ein auto gelichmässig "gerade" steht.

    von mir aus gesehen sollte die höhe (5-10mm unterschied) wenn der also etwas schief steht nicht wirklich grossen einfluss auf den geradeauslauf haben..


    zur ergänzung: an alten autos habe oder hatte ich VL/VR zum teil auch 10mm restgewinde unterschied damit die "gerade" stehen..


    um was für ein fahrzeug geht es denn in deinem fall?

  • zieht er sowohl im schiebebterieb als auch auf zug nach rechts? stabilisiert sich das beim bremsen?

    eigentlich eine gutmütige vorderachse... ev. hat ein vorderes gummilager im querlenker spiel (haben wir ab und an)?


    alternativ die hinteren querlenkerlager (konsolen) oder ein traggelenk..

  • Ich würde eher anhand der Radlasten einstellen als zur Optik. Kann auch an den Kotflügel liegen, dass du da Unterschiede hast. Zudem siehst du das Fahrzeug nie von beiden Seiten. Da im Skoda Motor und Getriebe nicht längs verbaut sind, hast du unterschiedliche Gewichte re und li, somit stimmen die Federteller nie wenn du die Radlast einstellst.
    Kunde muss entscheiden ob das Fahrverhalten oder die Optik mehr gewichtet wird.

    Gott sprach zu Moses: "kupplä bim Schaltä susch chrosät`s!" Doch Moses fand das Pedal nicht, er nannte dies dann "Powershift" :P\n

  • Ja genau, eins zu eins durch die selben Federbeine ersetzt. Federn umgebaut und Gewindeeinstellungen übernommen...


    Ich denke langsam es liegt am LG-Gerät selber oder an dem ders bedient. Dass er nur wegen dem Sturz vorne rechts zur Seite zieht halte ich für unwahrscheinlich.

  • Falls du einen wirklich grossen Unterschied hast links/rechts was die Höhe des Federteller betrifft dann würde ich mal das Federbein und den Einbau überprüfen.

    Ich stelle die Gewinde jeweils auch so ein, dass die Höhe links/rechts gleich ist, da ich dies zu Gunsten der Optik einstelle. Die Höhe der Federteller sind dabei bis max +/- 15mm unterschiedlich links/rechts.


    Wenn bei dir dies völlig anders ist, dann würde ich als erstes überprüfen, ob wirklich die richtigen Federbeine geliefert wurden oder ob eines falsch geliefert wurde.

    Dann würde ich den Einbau generell überprüfen. Ist das Ding nicht im Anschlag oder ein Domlager nicht richtig komplettiert?

    Die Feder gibt ja die Höhe vor. Wenn diese aber beibehalten wurde und noch ganz ist müsste auch die Höhe stimmen, äusser das Federbein ist kürzer z.b.


    Möglicherweise ist da ein Fehler.


    Übrigens ist der Sturz wirklich das, was das Auto zur Seite ziehen lässt. Wenn dieser links und rechts nicht gleich ist, geht die Karre in die Botanik.

    Eine schlechte Spur dagegen lässt das Auto nicht in eine Richtung ziehen.


    Aber auch da ist merkwürdig, dass der Sturz daneben sein soll, da der Sturz doch gar nicht einstellbar ist?

    Da muss was nicht stimmen.

  • Das ist richtig, die Spur spielt beim ziehen keine grosse Rolle, da die Spur sich immer einmittet und somit nur ein schiefes Lenkrad zur Folge hat. Beim Sturz bildet sich ein Abrollkegel auf eine Seite und dadurch zieht der Wagen seitlich.
    leider nur einstellbar durch verschieben des Aggregateträgers.

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  • Liegt es am Nachlauf? Oder hast du Spurverbreiterungen montiert welche sich negativ äussern? Räder schon getauscht?

    Ansonsten wirklich ein anderes Gerät holen und den Felgenschlag kompensieren. Schwierig den Fehler zu finden

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  • Ich denke ich habe die Ursache heute gefunden...


    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich habe mich immer auf die Lenkgeometrie konzentriert, diese habe ich mittlerweile 4x eingestellt. Jeweils nur mit minimaler Besserung. Heute habe ich das Fahrzeug mal aufgebockt und die Achsen geprüft. Da ist mir aufgefallen dass sich die Vorderachse immer automatisch nach rechts einschlägt! Spiel ist nirgendwo vorhanden, was kann es also sonst sein? Mal die Koppelstangen abgehängt und siehe da, die Räder stehen wieder mittig. Wohlgemerkt alles auf dem Lift, die Räder also in der Luft.

    Nun, sobald ich die linke Koppelstange wieder montiere übt diese einen Druck aus und lässt die Lenkung nach rechts einschlagen.


    Ich habe ja gleichzeitig mit den neuen Federbeinen vorne auch H&R Stabis verbaut. Wie es scheint harmoniert der aktuell nicht so perfekt mit der Tiefe des Fahrwerks.


    Ich denke die Lösung sind verstellbare Koppelstangen. Hat jemand Erfahrungen damit? Ich halte es grundsätzlich für Gebastel, aber was soll ich sonst tun...


    Was ist empfehlenswert?

  • Hi


    Aber irgendwie kommt mir das Ganze auch wieder komisch vor...


    Ist es denn nicht möglich, dass Du die Koppelstangen falsch eingebaut hast, d.h. von der falschen Seite eingeführt? Oder dass die eine Aufnahme beim Gewinde einer anderen Höhe angebracht ist?


    Weil es ist doch unmöglich, dass der Stabilisator bei dieser Tiefe ein Problem haben soll. Weil das Teil ist ja gerade, wenn die Koppelstangen auf der selben Höhe montiert ist sind, darf sich der Stabilisator gar nicht verspannen. Wenn das Auto z.B. die drei Zentimeter einfedern würde, was das Fahrzeug tiefer ist, würde es hier ja dann auch zu einem Problem kommen. Und das darf/kann nicht sein.


    Also überprüf doch nochmals ob alles richtig eingebaut wurde.


    Grüsse

  • Die Koppelstangen werden bei diesen Fahrzeugen ja per se schon falsch eingebaut! Links und rechts die gleiche Teilenummer. Eine Seite wird dann von vorne, die andere von hinten durchs Federbein gesteckt.


    Ansonsten konnte ich nichts erkennen was falsch sein könnte. Werde es aber nochmals prüfen.

  • Heute nach Feierabend den Octi auf den Lift genommen und beide Federbeine wieder raus. Alles war richtig verbaut, Federbeine inkl. allen Massen und Einstellungen exakt gleich. Auch die Aufnahmen für die Koppelstangen auf der gleichen Höhe.


    Habe nun die Federbeine links und rechts vertauscht montiert. Wenns an einem Federbein liegen würde müsste er jetzt ja nach links ziehen. Zieht aber immer noch nach rechts!


    Ich denke nach wie vor dass es am Stabi liegt. Irgendwie passt da die Kombination nicht. Muss mal überlegen was ich basteln kann damit auch rechts die Koppelstange von vorne durchs Federbein gesteckt wird...